Beiträge

Hier finden Sie per Klick auf den jeweiligen Titel Beiträge der vergangenen Jahren.

 

Sozialarbeiter in der Schule

martin_jugendliche «Als Sozialarbeiter in der Schule erfahre ich täglich, wie wichtig es ist, dass jeder Mensch festen Boden unter den Füssen hat und über seine Lebensweise mitbestimmen kann.»

Martin Pfister
Präsident SP AI

 

 

Mehr Demokratie, mehr Offenheit & mehr Toleranz

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Bildquelle: Andrea Gjestvang; Foto-Tableau NZZ Juli 2013

 

Die mächtigen und intransparenten Finanzmärkte in die Schranken weisen!

 

Grafik Smartspider 2015

Die Smartspider-Grafik zeigt Martin Pfisters politisches Profil anhand der Zustimmung zu acht Themenbereichen/Zielen. Ein Wert von 100 steht für eine starke Zustimmung, ein Wert von 0 für eine starke Ablehnung der formulierten Ziele.

smartspider
Quelle/Copyright: www.smartvote.ch / www.sotomo.ch

 

Wetten auf Nahrungsmittel - eine besonders widerliche Form der Bereicherung von Spekulanten auf Kosten der Ärmsten unserer Welt.

 

Ein Video der Organisation Oxfam («Für eine gerechte Welt. Ohne Armut»).

Publiziert im Februar 2016

 

«Steine in der Heimat sind weicher als Watte im Ausland»
Dieses Sprichwort aus dem Schatten Europas zeigt, dass viele MigrantInnen nicht aus freiem Willen auswandern. Gründe wie Krieg, Verfolgung, Naturkatastrophen, Armut und Arbeitslosigkeit führen häufig zu Perspektivenlosigkeiten. Migration ist eine Realität in unserer Welt. Sie kann sowohl Bereicherung wie auch Belastung sein. Meine Haltung ist geprägt von meiner Tätigkeit als Sozialarbeiter in der Schule und von Erfahrungen meiner Aufenthalte im Kosovo, wo der Alltag vieler Menschen bis heute von wirtschaftlicher Perspektivenlosigkeit belastet ist.

fuer_alle_statt_fuer_wenige_400Eine ganzheitliche Sichtweise hilft, den Fokus nicht nur auf die MigrantInnen in unserem Land zu richten, sondern erweiterte Zusammenhänge miteinzubeziehen. Je grösser die Kluft zwischen armen und reichen Regionen oder zwischen Krisengebieten und sicheren Staaten ist, umso stärker sind die Migrationsbedürfnisse in den benachteiligten Gebieten. Viele vermuten in der Schweiz paradiesische Verhältnisse, werden dann aber häufig finanziell und emotional mit harten Realitäten konfrontiert.

Politik und Wirtschaft sind global zum Handeln aufgefordert. Wenn sie arme Regionen ausbeuten, ihnen beispielsweise steuerfrei Rohstoffe entziehen, Arbeitskräfte vor Ort ausbeuten oder wirtschaftliche Fehlanreize in den schon hoch entwickelten Ballungszentren schaffen, vergrössern sie die Ungleichheit zwischen Gesellschaften.

Es steht viel auf dem Spiel

 

Wofür engagieren Sie sich nach Ihrer Nationalratskampagne 2015?
Mit den neuen Kräfteverhältnissen im eidgenössischen Parlament steigt die Gefahr, dass in unserem Land die Zukunftsperspektiven vieler dem Profit einiger weniger geopfert werden. Die Schweiz kann mehr. Deshalb engagiere ich mich weiterhin für eine Gesellschaft des sozialen Zusammenhalts.

Was läuft aus Ihrer Sicht falsch?
Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Das darf in der Schweiz, einem der wohlhabendsten Länder der Welt, nicht sein. Im Gegensatz zum stagnierenden Mittelstand können es sich Reiche leisten, auf Finanzmärkten hohe Renditen zu erzielen. Ihre Gewinne investieren sie häufig erneut in hochriskante Spekulationen von Hedgefonds und Grossbanken und nicht in die produzierende Wirtschaft. Diese Logik gleicht einem Casino, in dem gegen die Mehrheit unserer Bevölkerung und gegen den Werkplatz Schweiz gespielt wird.

Und wetten sie falsch, so werden sie gerettet?
Die immensen Kosten solcher Wetten werden auf die Bevölkerung abgewälzt. Grossbanken, die eine gewisse Bedeutung erreicht haben – unter dem Begriff «too big to fail» bekannt – müssen im Notfall vom Staat gerettet werden. In der Finanzkrise 2008/2009 musste die UBS mit 68 Milliarden Franken gestützt werden. Die Kosten tragen also wir alle. Es drohen Sparprogramme und Angriffe auf unsere Renten und Sozialwerke. Somit öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter und der Mittelstand wird geschwächt. Geld ist nicht mehr Diener sondern Herrscher unserer Gesellschaft. Dies schadet der Demokratie und dem Zusammenhalt in unserem Land.

Wie können wir dies ändern?
Unter anderem mit einem Steuersystem, das den Finanzmarkt zähmt und der wachsenden ungerechten Vermögensverteilung entgegenwirkt. Dafür bestehen zwei Möglichkeiten. Mit der Einführung einer Börsensteuer werden auch die Geldgeschäfte der Börsen und Banken besteuert. Diese Branche ist im Unterschied zum realen Warenverkauf immer noch steuerbefreit.

Und die zweite Möglichkeit?
Das heutige Steuersystem könnten wir durch eine Steuer auf jede elektronische Zahlung ersetzen. Eine solche Mikrosteuer von 0,2 Prozent pro Zahlung würde mehr einbringen als alle heute in unserem Land erhobenen Steuern, weil auch die elektronischen Buchungen auf den Finanzmärkten besteuert würden. Davon profitieren die meisten Haushalte und viele Unternehmen.

Die Einführung einer Börsensteuer, auch «Tobin Tax» genannt, ist eine von zehn Forderungen der SP für die Wahlen 2015. Die Mikrosteuer, eine Idee des Zürcher Unternehmers Felix Bolliger, wurde von Professor Marc Chesney im Buch «Vom Grossen Krieg zur permanenten Krise» (2014) ausgeführt.

Publiziert im November 2015